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Bekleidungsgeschichte - Bauerntrachten im Vulkanland
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Vulkanland Tracht
Trachtenmodelinie Vulkano von Hiebaum.
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Inhalte von Kurt Schuller
Das Wort "Tracht" leitet sich von "tragen" ab und bedeutet ursprünglich ganz allgemein "das Tragen; das Getragenwerden; das, was getragen wird". In der Vergangenheit wurde also der Begriff "Tracht" für jede Art von Kleidung gebraucht. Die erste Trachtenbeschreibung im Vulkanland findet sich im 17. Jh., sie zählt zu den ältesten in der Steiermark.Folgende urtrachtliche Stoffe sind in der südlichen Oststeiermark bekannt:

  • Leinen für Ober- und Unterbekleidung
  • Schafwolle für Oberbekleidung
  • Holz für Schuhe
  • Stroh als Schuheinlage zum Wärmen der Füße
  • weiters Pelze, Felle und Leder

Die Trachten im Jahre 1808

Am 9. Juni 1808 wurde mit kaiserlichem Patent die Aufstellung einer Landwehr beschlossen. Erzherzog Johann Bauerntrachten aus dem Steirischen Vulkanland vom Jahre 1808.erhielt das Landwehrinspektorat von Innerösterreich und organisierte die Landwehr in Steiermark, Kärnten und Krain, die schon 1809 gegen die Franzosen kämpfte. Bereits Anfang Juli 1808 strebte Johann eine einheitliche Uniform an, die sich "höchste Einfachheit, auffallenden Unterschied von den Linientruppen, vollkommen verschiedene Distinktionszeichen" zur Richtschnur machen sollte. Dabei schwebten ihm die jeweiligen Landestrachten als Muster vor, die auch ein bequemes Tragen zu garantieren schienen. Er ließ deshalb von den Kreisbehörden die Trachten zeichnerisch erheben, mit Vorschlägen für die Adaptierung. Aus den Landwehrakten haben wir daher Nachricht, wie die Trachten im Vulkanland ausgesehen haben. Südlich vom Raabtal bringen sie einen kurzen Bericht vom 22. September 1808, der nur sagt, dass sowohl "der Schnitt, wie auch die Lieblingsfarbe der Kleider, besonders die Farben der Röcke in den verschiedenen Gegenden verschieden" seien.

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Bauchbinden oder Fatschen

Sie werden in der Steiermark schon im 16. Jahrhundert erwähnt. Für das Vulkanland sind sie eine trachtliche Besonderheit. Diese gürtelartigen Leibbinden wurden anfangs türkische Fatschen oder türkische Binden genannt. Auch die Bezeichnung "Mannesfatsche" ist für die Bauchbinde überliefert. Die Fatsche hatte ursprünglich die Funktion eines Gürtels. Die oft weiten Hosen wurden mit der Bauchbinde in der Taille festgebunden. Das können wir noch heute bei vielen türkischen und slawischen Trachten sehen. Diese langen Binden halten die ganze Taillengegend warm, das könnte auch der Grund gewesen sein, warum die Fuhrleute diese Binden gerne trugen. Der steirische Trachtenforscher Viktor von Geramb meint, dass die Bauchbinde von den Türken über die Slawen in die Untersteiermark und dann in die anderen Teile der Steiermark gekommen ist.

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Die großen scheibenförmigen (breitkrempigen) Hüte

Scheibenhut mit Goldschnur, Durchmesser 60 cm, aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Schneidereimuseum Feldbach.Die großen, scheibenförmigen Hüte, die durch ihre breiten Krempen guten Sonnen- und Regenschutz boten, sind urtrachtliche Kopfbedeckungen. Diese Hüte wurden im Bezirk Feldbach noch bis zum Jahre 1850 getragen. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die breitkrempigen Hüte altmodisch und von kleineren Formen abgelöst.

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Die schwarzen Männerhalstücher

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde es modern, schwarze Halstücher zu tragen. Der Flor (feines Gewebe), ein rechteckiges, oft seidenes Tücherl, wurde klein gefaltet, dann über den Hemdkragen oder einfach über den Hals geschlungen und vorne gebunden. Schon um 1770 werden "wollene Halsbinden oder sogenannte Bauernflöre" überliefert. Im Vulkanland tauchen die schwarzen Männerhalstücher erst im Jahre 1808 zum erstenmal auf und sind für die Gegend um Kornberg, Feldbach und Kirchbach (Waldegg) bezeugt. In der zweiten Hälfe des 19. Jahrhunderts wurden die "Bauernflöre" von Krawatten abgelöst. In der Gegenwart wird der schwarze Flor nur mehr als Trauerflor in Form einer Armbinde getragen.

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Die Hosenträger

Als hauptsächliche Hosenbefestigung haben sich die Hosenträger schon um 1800 durchgesetzt. Sie waren ein wichtiger Teil unserer Tracht.

In der Steiermark wurden die Hosenträger auch "Hosenkraxn", "Hosenkrachse" oder "Halfter" genannt. In der Herrschaft Hainfeld wurden 1811 Hosen "auf grünen Hosenbändern" getragen. Die Farbe Grün ist für den Bezirk Feldbach öfters bezeugt. Meist waren es breite Träger, nur auf dem Bild der "Gnaser Tracht" sind sie eher schmal. In der Steiermark wurden Hosenträger bis tief ins 19. Jahrhundert über der Weste oder dem Brustfleck getragen. Für die Herrschaft Hainfeld trifft dies aber nicht zu, hier wurden schon 1811 die Träger "mit einer Weste bedeckt". Spätestens aber um 1870 war es in der ganzen Steiermark Brauch, die "Hosenkraxn" unter der Weste zu tragen.

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Die hohen Bund- oder Schnürschuhe

Neben den Stiefeln und Halbstiefeln wurden bei uns auch Bundschuhe getragen. Das sind aber nicht mehr die mittelalterlichen niedrigen Bundschuhe, sondern die im Laufe der Zeit immer höher werdenden, bis zur Wadenmitte reichenden Schnürschuhe. Sie wurden daher auch "Wadlschuach" oder "Schnürstiefel" genannt. Im ganzen Vulkanland wurden um 1800 hohe Schnürschuhe getragen, sie sind auch noch für die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts auf den Votivbildern von Eichkögl bezeugt.

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Die engen Kniehosen

Die Kniehose wurde nach 1780 ganz enganliegend getragen, sodass sie die Schenkel deutlich modellierte. Diese Hosen, die noch bis um 1840 modern waren, wurden von der bäuerlichen Bevölkerung in den Materialien Leder, Loden, Leinen und Leinen-Woll- Gemischen getragen. Auf der ältesten Ansicht des Kurortes Gleichenberg, einem Aquarell von Leopold Kuwasseg aus dem Jahre 1837, sind sieben Burschen mit engen, schwarzen Kniehosen abgebildet.

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Die Trachten im Jahre 1811

Die "Göth'sche Topographie" überliefert uns ganz wichtige Beschreibungen über die Trachten in unserem Raum. Für diese Arbeit haben wir zwei Trachtenbeschreibungen, eine aus der Bezirksherrschaft Kirchberg a. d. Raab, und eine aus der Bezirksherrschaft Hainfeld, ausgewählt.

Der kurze Bericht aus Kirchberg a. d. Raab, vom 12. Mai 1811, lautet folgend:

"Die gewöhnliche Kleidung bei dem männlichen Geschlecht bestehet in Stifl, irchener oder loderner Hossen, tüchenes Leibl, lodenen oder tüchenem Rock und runden Hut; bei dem weiblichen Geschlecht Schuh, leinene oder kathonene Kitl, blaue oder weiße Fürtücher, katonen Röckl, katonen oder seidene Hauben, komertüchene oder seidene Tiecheln, wovon außer der Leinwath zu Hemter alles erkauft wird." (Kattun: ist ein Gewebe aus mittelfeinen Baumwollgarnen in Leinwandbindung. Die Bezeichnung ist aus der arabischen Sprache entnommen.) Wichtig für das Vulkanland ist die Überlieferung der Stiefeltracht und der "irchenen Hossen", das sind weiche Sämischlederhosen. Solche Hosen waren meistens schwarz gefärbt, wie z.B. in der Herrschaft Waldegg (südlich von Kirchbach).Wertvoll ist auch die Überlieferung, dass außer Leinen alle Stoffe gekauft wurden. Kattunstoff, Kammertuch und der urtrachtliche Lodenstoff werden hier für das 19. Jahrhundert erstmals bezeugt. Genau einen Monat nach der Kirchberger Trachtenbeschreibung überliefert uns Alexander Tschokl einen ausführlichen Bericht aus der Herrschaft Hainfeld.

Der Bericht vom 12. Juni 1811 aus der Herrschaft Hainfeld lautet:

"Die Kleidung bestehet bei Männern meistens in kurzen Hosen mit Knöpfen, dann werden getragen weißzwirnene und auch blauwollene Strümpfe, kühlederne etwas kurze Stiefel und nur selten Schuhe. Die Hosen werden getragen auf grünen Hosenbändern, die aber nicht so (wie in Obersteyermark) sichtlich sind, sondern mit einer Weste bedeckt werden, die gewöhnlich von rothen Tuch weißlichten Knöpfen oder auch vom geblumten Kammertuche sind. Dann folgt eine dunkle Halsbinde, worüber der Hemdkragen etwas vorgehet, dann ein kurzer Janker von Tuch, und endlich ein runder weiter Hut mit niederen Gupf und vom schwarzen Filz. In Sonn- und Feyertagen wird statt dem Janker ein ordentlicher Rock vom dunklen Tuch getragen, der mehr einem Bürgerrocke gleichsieht. Bei Weibern der wohlhabenderen Klasse ist der Rock, der nur bis auf die Hiften geht, vom guten Kammertuch, bei der ärmeren Klasse von Leinzeug. Ueber die Brust werden gewöhnlich ganz weiße, sonst auch geblümte Tücheln getragen und unter dem Korseth (Janker) eingeschlagen, welches Korseth vorn unter der Brust einen tiefen Ausschnitt hat, und eine ebenso lange ungebildete Brust gestaltet, als sich von hinten der lange Leib, welchen das lange Korseth bildet, ganz unförmig zeugt. Der Kopf wird mit einer sehr ungeschickten, oben etwas zugespitzten und an den Seiten Wänden mit groben schwarzen Spitzen versehene(n) Haube geziert, die gewöhnlich vom geblümten Seidenstoffe ist, und selten von geblümten Kammertuche. Vorne ist der Ausschnitt der Haube so stark, dass die Haare am Kopfe größtentheils viele Freyheit besitzen. Viele, oder die Meisten pflegen dann weiße Kopftücher über die Hauben zu tragen, welche unterm Kinn zusammengebunden werden. Übrigens tragen sie hier nur Schuhe mit Bandeln, dann weißzwirnene oder blauwollene Strümpfe."

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Pfarrer Pierwipfl's Trachtenbeschreibung vom Jahre 1825

Der Fehringer Pfarrer Michael Pierwipfl gibt uns für das Jahr 1825 in seiner "Beschreibung der Filiale Feldbach" Nachricht über die Männer- und Frauenkleidung im unteren Raabtal. Unter Paragraph 58, Seite 165 f., wird die "Kleidung des Bauernvolkes" beschrieben: "die allgemeine Bekleidung bey Mannspersonen besteht aus Tuch, einige haben noch kurze Beinkleider vom Leder, wozu sie große Hosenträger brauchen. Zur Beschuhung bedienen sie sich der Stiefel und zwar durch das ganze Jahr. Bey mehreren verschwindet schon der einstens große runde Hut, und sie bedecken sich, besonders die Bauernburschen, der Mode nach mit einem kleinen, aber wesentlich nur weil der große Hut zu teuer ist. Die Weibspersonen haben sowohl zu ihren Unterrock (hier Kittel) als auch zum Oberrock (hier Röckel genannt) scheibdichte Kammertücher, mit welchen sie sich auch im Winter bekleiden, weil das Pelzwerk zu kostspielig ist. Der Kopfputz bestehet aus einem weißen Leintuch (Hader genannt), ihrer Fußbekleidung bestehet meistens aus Stiefeln. Durch den meisten Theil des Jahrs gehen sie bloßfüßig, so selbst an Sonn- und Festtagen bis zur Kirche, wo sie vor der Kirche erst ihre Schuhe oder Stiefel anziehen".

Neben den Nachrichten über die Stiefel, die auch von Frauen getragen wurden, ist uns hier besonders die Erwähnung des weißen, leinernen Kopftüchels wichtig, das wir schon 14 Jahre vorher in der Herrschaft Hainfeld kennengelernt haben. Der Bericht zeigt auch die Armut des Bauernvolkes im Vulkanland. Die Bauernburschen kaufen den kleineren, billigeren Hut, weil der große Scheibenhut zu teuer ist, und die Frauen können sich das Pelzwerk nicht leisten und tragen daher das "Scheibdichte" (wahrscheinlich mit einer kreisförmigen Musterung gezierte) Kammertuch. Obwohl in der Mittel- und Untersteiermark das Barfußgehen in der warmen Jahreszeit üblich war, zeigt sich auch hier die Sparsamkeit des Bauernvolkes, das auch an Sonn- und Feiertag barfuß zur Kirche ging.

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Ein Bild aus Gleichenberg vom Jahre 1837

Neben den Kleidungsstücken, den mündlichen und schriftlichen Überlieferungen, gehören auch die Bildzeugnisse zu den unentbehrlichen Quellen der Kleidungsforschung. Eine wichtige Quelle für das Vulkanland ist ein Aquarell von Leopold Kuwasseg. Es zeigt die älteste Ansicht des Kurortes Gleichenberg aus dem Jahre 1837. Auf der linken Bildseite ist ein Gruppe von 134 Personen abgebildet, die - bis auf einen Herrn - alle in bäuerlicher Sommerkleidung dargestellt sind.

Die Frauen tragen zum Leibkittel blaue und wisse Schürzen, dazu tragen zwei Frauen einen strohfärbigen, flachen Hut, der die Sulmtaler Form hat, eine Frau trägt ein blaues Haupttuch. Die Männer sind fast alle gleich angezogen. Zum langärmeligen, grauen Leinenhemd tragen sie dunkel gefärbte Kniebundhosen mit Hosenträgern. Über den blauen Strümpfen werden Bundschuhe getragen. Neben dem kleineren, schwarzen "Stockhut" kommt der große Scheibenhut noch vor. Der bürgerlich angezogene Herr trägt zum grauen Gehrock, der mit Umlegekragen und langer Fasson gearbeitet ist, eine rotbraune, enge Langhose. Dazu trägt er einen schmalkrempigen Hut und in der linken Hand den Spazierstock. Es ist dies ein typisch biedermeierlich gekleideter Herr. Der Mann ganz links auf dem Bild, verkehrt stehend nach vorne gebeugt, die Heugabel in den Händen, trägt schon die jüngere, modernere Tracht. Zum blauen Vortuch, auch "Heimatschein" oder "Firta" genannt, werden ein graues Leinenhemd (die "Pfoad"), dazu die graue Langhose (Pantalon) und schwarze niedere Schuhe getragen.

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Das "hintribundene" Kopftuch

Aus einer Reisebeschreibung von Johann Gabriel Seidl entnehmen wir folgende Beschreibung: "Unter dem weiblichen Geschlecht trifft man mitunter helle, in südlicher Art schöne Gesichter. Die Tracht der Weiber fällt durch weiße oder farbige, rückwärts in einer Schleife geknüpfte Kopftücher auf. Die Männer tragen hässliche, oben etwas weiter geschweifte Rundhüte und trennen sich selten von ihrer blauen Leinenschürze, die ihnen ein knechtartiges Ansehen gibt."

Die Männerhüte im unteren Raabtal entsprechen wohl dem Zylinder in seiner älteren Form, wie es ihn ähnlich auch in Obersteier gab. Wichtig ist auch die Erwähnung der blauen Leinenschürze für Männer. Bei der Frauentracht wird erstmals das weiße oder farbige Kopftuch, das rückwärts gebunden wird, beschrieben. Es handelt sich hier um eine Nackenbindung, also von der Stirn und vom Scheitel zum Nacken gebunden.

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Die Kopfbedeckungen der Frauen

An dieser Stelle ist die Erwähnung der zweifachen Kopfbedeckung, Haube und Hut, besonders wichtig. Auch in der Herrschaft Hainfeld haben wir schon 1811 eine zweifache Kopfbedeckung kennengelernt. Dort trugen die Frauen über der Haube ein weißes Kopftuch. Schon 1825 beschreibt Michael Pierwipfl den weißen leinenen "Kopfschutz", den er auch Hader nennt, in Feldbach. Auch in der Herrschaft Riegersburg tragen die Frauen um 1845 das weiße Kopftuch, mit dem "sie ihr Gesicht auffallend zieren".

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Die Bekleidung der Schulkinder

Aus Überlieferungen geht hervor, wie Schüler Obergiem damals gekleidet waren: "Die Schüler waren recht einfach mit rauhem Bauernleinengewand und selbstgestrickten Westen und Pullover bekleidet. Buben trugen meist Lederhosen. An den Füßen warme Schafwollsocken und hohe Saulederschnürschuhe mit rutschigen Sohlen und Holznägeln. Im Sommer waren meist alle bloßfüßig. Die wenigen Schulsachen hatten die Buben im ,Schulerglier', eine Schultasche aus Bauernleinen, getragen. Die Dirndl hatten ihre Sachen meist in selbstgemachten Strohtaschen ,Zega'. Vereinzelt hatten die Kinder von größeren Bauern auch schon hölzerne Schultaschen mit Leder- oder Leinendeckeln. Diese Taschen hatten den Vorteil, dass die Eltern ihre Kinder schon von weitem heimlaufen hörten, da die Tafel und das hölzerne Federpenal darinnen ganz schön ,ratschten'."

Diese Beschreibung zeigt sehr deutlich, dass das Bauernvolk auch in der Kleidung meist Selbstversorger war. Die Obergiemer Schulkinder trugen nur Stoffe, die am Bauernhof selbst erzeugt werden konnten. Wir müssen uns die Schulkinder im ganzen Vulkanland so einfach gekleidet vorstellen. Das Sauleder wurde zum Schuster gegeben, das Leinen und die Schafwolle, alles urtrachtliche Stoffe, wurden überwiegend selber verarbeitet.

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Die Trachten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Bei der Männerkleidung aus Grobleinen oder auch Grobleinen-Winterrock mit Werg-Zwischeneinlage und Reistenfütterung (rechts). Bauernrock aus Grobleinen ohne Kragen (links).Rupfen hat man an die Janker keine Krägen genäht. Später bekamen diese Janker - Bauernröcke genannt - stehende oder auch umgelegte Krägen. Wenn von der Tracht die Rede ist, könnte man diese kragenlosen Janker wohl als erste Männertracht bezeichnen. Dann folgten die Janker mit Krägen, und wenn die Berglerinnen oder deren Töchter über eine besondere Handfertigkeit verfügten, haben sie die Krägen- und auch Taschennähte mit schönen Stichen aus farbiger Wolle eingefasst. Die Hosen waren immer lang. Für die kalte Jahreszeit hatten die Bauern und Bergler den Leinen-Winterrock. Das war ein aus Grobleinen gefertigter Rock, der mit Reistenleinwand gefüttert war und eine mit Werg gefüllte Zwischenlage hatte. Das Kleidungsstück war in kleinen Quadraten abgenäht, sodass die Wergfüllung in jeder Lage festgehalten wurde und sich nicht zusammenballen konnte. Diese Röcke waren warm, aber auch sehr schwer.

Die Frauenkleider aus Grobleinen waren glatt geschnitten und für die Wochentage aus einem sackähnlichen Stück, in der Mitte aber mit einer Bindschürze festgehalten. Weil aber diese selbstverfertigten sackähnlichen Kleider sich nur selten der Körperform angepasst haben und grobfädig waren hat es Reibungen und in der Folge schmerzhafte Hautverletzungen gegeben. Für die Sonn- und Feiertage und für den Ausgang haben sich die Frauen und Mädchen aus der feinen, reistenen, gebleichten und gesechtelten Leinwand Trachtenbluserln und die dazugehörigen Kittel und Schürzen gemacht.

Als später dann die Leinenfärbereien entstanden und man außer der Schwarz- oder Blaufärbung auch Druckmuster herstellen konnte, trugen die Frauen und Mädchen wohl weiße Blusen mit immer schöner hergestellten Stickereien und blaugedruckte Kittel, die jeweils länger oder kürzer geschneidert wurden, aber nie knöchellang und kniekurz waren. Auch die Leinwand für die Männerkleidung wurde gefärbt und dann für Sonntaghosen und - Röcke verwendet, bis schließlich der Wollstoff und die vom Schneiderhandwerk erzeugte Männergarderobe das Leinenzeug für die Sonn- und Feiertage verdrängte. Als das Handwerk einen starken Auftrieb bekam, brach auch für die Bekleidung des Landvolks ein neues Zeitalter an, das auch neue Trachten schuf. Besonders wichtig ist hier die Überlieferung von Material und Verarbeitung der Bauernkleidung. Neu ist der abgenähte Winterrock, der eine Werg-Zwischeneinlage als Kälteschutz hatte und mit Reistenleinen (= feines Leinen) gefüttert war. Dieser Winterrock wird hier erstmalig für die Steiermark überliefert.

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Holzschuh und Holzstiefel

Die Schutzfunktion der Schuhe und der Fußbekleidung im allgemeinen stand ursprünglich wohl ganz im Vordergrund. Dies bedeutet einerseits Schutz vor Nässe und Kälte, aber auch vor heißem Sand oder Steinen. Der Name "Bundschuh" für Bauernschuh hat sich bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts erhalten, obwohl die Bauernschuhe schon lange andere Formen angenommen hatten. Man bezeichnete eben alle Formen von Schnürschuhen als "Bundschuhe". Ein anderer Urtyp war die Sandale, die früheste Form des südlichen Schuhtyps, den schon die Ägypter, Griechen und Römer trugen. Die Sandalen waren aus Stroh, Palmblättern, Bast, Papyrus, Leder und Holz gefertigt.

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Der Holzschuh

Im Gegensatz zu den Schuhen und Stiefeln des Adels, die im allgemeinen gut bezeugt sind, sind die Überlieferungen über bäuerliche Fußbekleidung eher spärlich. Dies trifft besonders bei den Holzschuhen zu, die wegen ihres geringen Wertes kaum in einem Nachlass aufscheinen. Holzschuhe wurden bei den Bauern vorwiegend bei der Stall- und Feldarbeit verwendet. Obwohl die Bauern im Sommer häufig barfuß gingen, wurden die Holzschuhe auch um diese Jahreszeit im Stall getragen, auch um die Füße vor der ätzenden Jauche zu schützen. In der Steiermark kennt man hauptsächlich zwei Gattungen von Holzschuhen: solche, die nur eine hölzerne Sohle, aber einen ledernen Oberteil haben, und solche, die ganz aus Holz hergestellt werden.

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Die Holzstiefel

Bei nasser und besonders bei kalter Witterung waren Holzstiefel die ideale Fußbekleidung. Sie wurden meist nur bei der Arbeit von Bauern, Knechten und jungen Burschen getragen. Unter Holzstiefeln dürfen wir uns keine Stiefel vorstellen, die ganz aus Holz hergestellt wurden. Aus Holz war nur der Teil, der die Füße bekleidete, das Stiefelrohr (Stiefelschacht) war aus Leder. Holzstiefel wurden fast nur in der Oststeiermark getragen; sie kamen in einer geschlossenen Landschaft nördlich der Raab bis nördlich von Hartberg vor. Holzstiefel aus der südlichen Oststeiermark, teilweise mit Blech beschlagen, um 1905.Wegen ihres geringen Wertes scheinen diese einfachen Arbeitsstiefel überhaupt in keinem Inventar auf, auch in keiner einzigen Trachtenbeschreibung wird diese Stiefelart erwähnt. Erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts sind Holzstiefel durch mündliche Überlieferungen sicher bezeugt. Sie wurden in der Zwischenkriegszeit sehr häufig und gerne getragen, vereinzelt auch noch bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir wissen daher nicht, seit wann es solche Stiefel gibt, dürfen aber annehmen, dass sie im 19. Jahrhundert schon getragen wurden. Die mundartlichen Bezeichnungen waren: "Hulzstiefl", "Hulzschuah" und Hülzer". Da der untrachtliche Holzschuh ein Teil des Stiefels war, wurde von den Bauern häufig die mundartliche Bezeichnung der Holzschuhe auch für den Holzstiefel gebraucht. So wurden zB im Bezirk Fürstenfeld Holzschuhe und Holzstiefel "Hülzer" genannt.

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Eigenschaften der Holzstiefel

Mit Holzstiefeln konnte man keine weiten Wegstrecken zurücklegen, zum Laufen und Berggehen waren sie überhaupt nicht geeignet. Darum wurden Holzstiefel häufig bei im Stehen durchgeführten Arbeiten getragen. Durch das Benageln der Sohlen waren sie beim Gehen besonders laut. Sie waren auch keine schönen Stiefel, sondern derbe Arbeitsstiefel. Oft waren sie auch sehr schwer, weswegen Frauen diese Stiefel bei der Arbeit nicht trugen. Doch diesen negativen Eigenschaften standen positive gegenüber: Holzstiefel waren sehr billig, einfach in der Herstellung und pflegeleicht. Bei Regen und Schnee waren sie absolut wasserdicht. Mit Stroh und Stiefelfetzen ausgepolstert waren sie wärmer als jede andere Fußbekleidung.

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Das blaue Vortuch der Männer, unser "Firta"

Das männliche Schurzkleid, das blaue Vortuch (ohne Latz), war vom zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts bis weit ins 20. Jahrhundert hinein typisches Kennzeichen der Tracht der Bauern. Zum Verbreitungsgebiet zählten südliche Teile der Bezirke Hartberg und Weiz, die gesamten Bezirke Fürstenfeld, Feldbach und Radkersburg. In der Steiermark lässt sich das blaue "Fürtuch" der Männer kontinuierlich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Neben den Knechten und einigen Handwerkern wurde vor allem von den Bauern über den Hosen eine blaue Schürze getragen. Sie ist auch vielfach zu einem dauernden Schutzkleid geworden.

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Vom Arbeitsschurz zur Halbfeiertagstracht

Das Vortuch wurde hauptsächlich bei der Arbeit zum Schutze der Hosen getragen. Für die Bauern aber wurde es bald zu einer Art beruflichem Standeskleid und teilweise auch in der Freizeit und am Sonntag Nachmittag getragen. Schon im 2. Drittel des 19. Jh. steigt die Arbeitsschürze zur Halbfeiertagstracht auf. Die Bauern zogen am Sonntagvormittag ihr "besseres" Gewand zum Kirchgang an. Am Sonntagnachmittag trugen sie gerne ein meist frisch gewaschenes "Firta". Das Vortuch hatte hier nicht nur Schutzfunktion, sondern war auch Zierde.

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Die mundartlichen Bezeichnungen

Die Bauern selber sagen meistens "Firta". In mancher Gegend wird die Schürze auch als "Firti" oder "Firtich" bezeichnet. Der Feldbacher Sattler- und Tapeziermeister Johann Harpf erzählte, dass noch in den Jahren 1938 bis 1939 bis zu achtzigjährige Bauern in sein Geschäft kamen, die das Vortuch "blowi Pfirta" auch "bliu Firta" nannten. Auch "Heimatschein", am Lande meistens "Huamatschein" oder "Hamatschein", wird die Schürze genannt. Südlich des Raabtales in den Gegenden Gnas, Frutten, Gießelsdorf bis Halbenrain, wird die Schürze auch "Mittaschirzn" genannt. In der Steinach (Gemeinde Merkendorf) sagte man zur Schürze "Blochn" (von Plane). Nördlich des Raabtales, in der Gegend um Markt Hartmannsdorf und um den Wallfahrtsort Eichkögl (Kleinmariazell), kommt "Bindschirzn", auch "Umbindschirzn", vor.

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Tragweise und Funktion

Kostümgeschichtlich gesehen gibt es in der Herrenbekleidung kein zweites Kleidungsstück, das so verschiedenartig getragen wurde und so viele Funktionen hatte, wie das Vortuch. Tragweise und Funktion sind oft eng miteinander verbunden oder stehen im engen Zusammenhang. Egal, welche Tragweise der Bauer wählt, um die Taille gebunden wurde die Schürze immer gleich. Die langen Schürzenbänder werden einmal um den Leib geschlungen und immer vorne am Bauch mit einem einfachen Knoten und einer Masche gebunden. Die Bänder werden dabei fest angezogen, dass die Schürze auch bei starker Belastung nicht hinunterrutschen kann. Oft dienten die Schürzen bzw. die Schürzenbänder auch zum Hosenhalten. Die Hosen, die früher meistens in der Taille etwas weiter geschnitten waren, wurden gerne mit dem Vortuchband festgebunden.

1. Die lose herabfallende Tragweise

Bei den meisten bäuerlichen Tätigkeiten und teilweise auch am Sonntagnachmittag wurde das Vortuch lose herabfallend getragen. Hauptfunktion dieser Tragweise war, die Hosen vor dem Verschmutzen zu schützen, aber auch vor dem Durchwetzen und Zerreißen. Diese Tragweise hatte auch mehrere andere Funktionen. Mehrmals wurde überliefert, dass die Schürze den oft offenen oder schlecht verarbeiteten Hosenschlitz abzudecken hatte. Die Schürze wurde auch zum Händeabwischen, Tischabwischen und besonders gerne als Taschentuchersatz zum Schneuzen verwendet.

2. Die mit der Hand gehaltene Tragweise

Bei dieser Tragweise wird die Schürze mit der Hand bei den unteren Ecken zusammengehalten und hochgenommen. Sie bildet dabei einen kleinen Beutel, der mit der anderen, noch freien Hand gefüllt wird. Diese Art wurde besonders häufig zum Früchteeinsammeln verwendet. Häufig wurden damit auch Holz, Gras für die Hasen und Eier getragen.

3. Die Beutelform

Teilansicht der Beutelform mit mehrfach herumgedrehten Schürzenzipfel.

Bei dieser Tragweise werden die Schürzenzipfel (Schürzenecken) hochgenommen und jeder Zipfel extra beim Schürzenband zwei- bis dreimal herumgedreht. Es entsteht dabei ein Beutel, der aber nicht besonders stark belastbar ist. Die Beutelform wurde gerne zum Pflücken kleiner Früchte, z.B. Kirschen, Weichseln, Zwetschken und Pilzen, verwendet. Herr Michael Meixner aus Altenmarkt verwendete die Beutelform auch zum Jausentragen.

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4. Die gebundene Beutelform

Die Abbildung zeigt die häufig verwendete gebundene Beutelform.

Hier wird zuerst der rechte Schürzenzipfel hochgenommen und zwischen Vortuch und Schürzenband gezogen, dann der linke Schürzenzipfel mit dem rechten zweifach verknotet. Durch diese Bindung entsteht ein Beutel oder kleiner Sack. Die gebundene Beutelform wurde zB zum Säen kleinkörniger Samen, wie Erbsen- und Leinsamen, aber auch zum Kürbis- und Bohnensetzen, verwendet.

5. Die faltenreiche Form

Die faltenreiche Form ist wohl die schönste Art, das Vortuch zu tragen. Um diesen schönen Faltenwurf zu erreichen, wird der rechte Schürzenzipfel so weit in Richtung Gesäß gezogen, bis der linke Schürzenzipfel die Stelle zwischen den Beinen erreicht. Die Schürze bekommt dabei eine Drehung, und der schöne Faltenwurf entsteht. Dann wird der Zipfel unter das Schürzenband gesteckt oder einmal herumgewickelt. Die Bauern nennen diesen Vorgang "umistrickn". Durch diesen Vorgang erhält die Schürze ihre Form. Getragen wurde diese Form bei der Arbeit und in der Freizeit, häufig auch am Sonntagnachmittag. Durch das "Umistrickn" wird das Vortuch kürzer, die Beine bekommen mehr Bewegungsfreiheit. Darum wurde diese Form besonders gerne beim Gehen, Stiegen- und Leitersteigen verwendet.

6. Die dreieckige Form

Eine ganz einfach und praktische Art des Hochnehmens war die dreieckige Form. Diese alte Form wurde besonders gerne im unteren Raabtal und im Bezirk Feldbach getragen. Die Schürze wird bei einem Zipfel hochgenommen und so unter das Schürzenband gesteckt, dass eine dreieckige Form entsteht. Die Bauern nennen diesen Vorgang "aufistrickn". Einer der Gründe, warum die Schürze in dreieckiger Form getragen wurde, war, dass sie oft verschmutzt war. Beim Hochnehmen aber wird die untere, reine Seite sichtbar. Ein anderer Grund war, dass sie oft sehr lange getragen wurde und durch das Hochnehmen ein leichteres und schnelleres Gehen möglich war. Weiters wurde die Schürze beim Ackern, beim Mähen und Radfahren, aber auch wenn es sehr warm war, in der dreieckigen Form getragen. Auch diese Form wurde in der Freizeit und am Sonntagnachmittag getragen.

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7. Die hochgerollte Tragweise

Die Aufnahme zeigt die hochgerollte Tragweise.

Bei dieser einfachen Tragweise wird das Vortuch von unten nach oben bis zur Taille zusammengerollt, und die Ecken werden unter das Schürzenband geschoben. Von vorne gesehen schaut das Ganze wie eine breite Bauchbinde aus. Diese Form wurde beim Radfahren getragen, aber auch bei unerwartetem Besuch wurde die schmutzige Schürze schnell hochgerollt.

8. Die hochgesteckte Tragweise

Häufig wurden bis zu knöchellange Vortücher getragen, die im Sommer nicht nur sehr warm, sondern auch beim Gehen hinderlich waren. Die Bauern haben sich mit der hochgesteckten Tragweise Abhilfe geschaffen. Das Vortuch wurde an beiden Schürzenecken hochgezogen und der ganze untere Saum zwischen Schürze und Schürzenband gesteckt. Diese Form wurde eher selten getragen.

9. Die Badehose

Vorderansicht der Badehose.
Rückenansicht der Badehose.

Im Sommer wurde das Vortuch häufig auch als Badehose verwendet, die Schürze wurde dabei zum Schamtuch. Es ist sehr einfach, aus einem Vortuch eine Badehose zu machen. Die Schürze wird um den nackten Leib gebunden, durch die Beine und über das Gesäß gezogen und der Rest des Vortuches hinten beim Schürzenband oder unter der Schürze von unten nach oben durchgezogen. Durch diese Wickelung entsteht eine originelle hosenartige Form, die für diesen Zweck besonders praktisch und geeignet ist.

Obwohl die ländliche Kleidung hier nur bruchstückweise vorgelegt werden konnte, lässt sich dennoch erkennen, wie schön und vielfältig die Trachten des Vulkanlandes im 19. Jh. waren.

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